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ORF Magazin | Bewusst gesund Mykotherapie – die Heilkraft der Pilze

ORF Beitrag Bewusst gesund zum Thema Heilpilze

ORF Magazin | Bewusst gesund Mykotherapie – die Heilkraft der Pilze

ORF: Magazin | Bewusst gesund

Mykotherapie – die Heilkraft der Pilze

Die Myko-Therapie, die sogenannte Pilzheilkunde ist einer ältesten Naturheilverfahren der Welt ist. In Asien etwa werden Heilpilze seit tausenden Jahren selbstverständlich und erfolgreich gegen Allergien oder Bluthochdruck eingesetzt und auch der Gletschermann Ötzi hatte vor 5000 Jahren einen Birkenporling gegen Entzündungen bei sich. In Österreich dürfen die Vitalpilze derzeit nur als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden und immer neuere Produkte drängen auf den Markt. Welche Wirkung Pilze tatsächlich haben und bei welchen Erkrankungen sie eingesetzt werden können, wird auch in Österreich erforscht.

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Pilzwissen

Ohne Pilz nix los: Steinpilz & Co. für Wälder überlebenswichtig

Bericht der Naturwald Akademie

 

Ohne Pilze ist im Wald nicht viel los
Fliegenpilz & Co sind für den Wald überlebenswichtig. Die meisten Bäume können nämlich nur existieren, weil sie im Wurzelwerk einen Tauschhandel mit Pilzen eingehen. Für Zuckersaft versorgen diese die Baumriesen mit Nährstoffen, Wasser und Antibiotika.

Naturwald Akademie

Der Wald hat immer Pilzsaison: Die meisten Bäume können nämlich nur existieren, weil sie im Wurzelwerk einen Tauschhandel mit Pilzen eingehen. Für Zuckersaft versorgen diese die Baumriesen mit Nährstoffen, Wasser und Antibiotika.

Wenn im Spätsommer die Pilzsammler in die Wälder strömen, kommen vermutlich nur die wenigsten von ihnen auf den Gedanken, dass die Pfifferlinge, Steinpilze und Braunkappen in ihren Körben nur einen winzigen Prozentsatz des eigentlichen Pilzvorkommens darstellen. Die kulinarischen Leckerbissen sind nämlich nichts anderes als die kleinen Fruchtkörper riesiger Pilzgeflechte, die das Erdreich durchziehen und den Bäumen, Sträuchern und Kräutern des Waldes auf vielfältige Art das Überleben sichern.

„Eine tausendjährige Linde ist ohne Pilze überhaupt nicht vorstellbar“, schreiben Markus Blaschke und Alexandra Nannig von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und benennen gleich vier Pilzgruppen, die im Lebenszyklus des Baumes eine entscheidende Rolle spielen. Die Streuzersetzer, welche die heruntergefallenen Blätter und Zweige des Baumes in Humus umwandeln. Die Blattparasiten, welche regelmäßig das frische Grün der Linde befallen und auf diese Weise ihr Wachstum bremsen. Die holzzersetzenden Pilze, die den Kern des Baumes aushöhlen und Lebensraum für Vögel und Insekten schaffen. Sowie die sogenannten Partner- oder Mykorrhizapilze des Baumes.

Hexenröhrling und Linde – Eine Partnerschaft auf Lebenszeit

Vom späten Frühjahr bis in den Herbst hinein wachsen im Schatten der Linde zum Beispiel der bis zu 20 Zentimeter hohe Netzstielige Hexenröhrling und der cremefarbene Mehlräsling. Beide Pilzarten sind für Sammler eher uninteressant. Die Linde dagegen lebt im Wurzelwerk mit ihnen und anderen Pilzen jahrhundertelang in einer engen Partnerschaft, die Fachleute als „Mykorrhiza“ bezeichnen.

Die Pilze umhüllen dabei die Feinwurzeln des Baumes mit einem dichten, watteartigen Gewebe aus Zellfäden. Diese Ummantelung ist so engmaschig, dass Pilz und Baum Nährstoffe untereinander tauschen können. Die Linde gibt einen kleinen Teil ihres durch Photosynthese gewonnenen Zuckers an die Pilze und erhält dafür im Gegenzug Wasser und verschiedene Mineral- und Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Calcium. Diese Stoffe hat der Pilz zuvor mit seinen Zellfäden aus den kleinsten Bodenporen gesogen.

Eine bewährte Versorgungsstrategie

Die Versorgungsstrategie „Pilze als Partner“ ist so erfolgreich, dass weltweit 90 Prozent aller Landpflanzen auf diese Symbiose setzen ­– vor allem jene, die auf nährstoffarmen Böden wachsen. Viele Bäume und Sträucher decken mithilfe ihrer Partnerpilze sogar bis zu 80 Prozent ihres Stickstoff- und Phosphorbedarfes. Daher überrascht es auch kaum, dass etwa ein Drittel der mehr als 6100 in Deutschland heimischen Großpilzarten zu den Partnerpilzen zählen. Unter diesen Arten befinden sich wertvolle Speisepilzen wie Trüffel und Steinpilze, aber auch Giftpilze wie der Knollenblätterpilz oder der Satansröhrling.

Lesen Sie den ganzen Text unter: https://naturwald-akademie.org/waldwissen/waldtiere-und-pflanzen/ohne-pilz-nix-los-im-wald/

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Wissenschaftler entdecken die Wurzel von Autoimmunerkrankungen

Ein Forscherteam der Yale University hat möglicherweise die zugrunde liegende Ursache sowie vielversprechende Methoden zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen gefunden.

In dem Artikel wird auf den Zusammenhang zwischen der Erkrankung und Darmbakterien hingewiesen.
Dies ist besonders interessant, da bestimmte Pilze unterstützend für die Darmflora wirken und damit auch beispielsweise Linderung bei Neurothermitis bringen können.

Als Heilpilze werden zu diesem Thema erfahrungsgemäß hauptsächlich Reishi und Hericium (Igelstachelbart) genannt.

Unten stehend finden Sie die Übersetzung des Artikels, hier ist der Originallink:
https://www.iflscience.com/health-and-medicine/scientists-discover-the-root-of-autoimmune-diseases-and-how-we-can-treat-them/


Wissenschaftler entdecken die Wurzel von Autoimmunerkrankungen – und wie wir sie behandeln können

Die Fälle von Autoimmunerkrankungen sind in den letzten Jahren angestiegen, aber da sie häufig unsichtbar sind und erst vor relativ kurzer Zeit große Anstrengungen unternommen wurden, um das Bewusstsein für die Erkrankung (oder vielmehr mehrere Erkrankungen) zu schärfen, haben viele Betroffene jahrelange Arztreisen und -aufenthalte verbracht Krankenhausbesuche vor Erhalt einer Diagnose. Wie ein Patient in „The New Yorker“ beschreibt: „Ich bin krank geworden, wie es Hemingway sagt dass Du kaputt gehst: ‚Allmählich und dann plötzlich.’“

Es gibt jedoch guten Grund, optimistisch zu bleiben. Ein Forscherteam der Yale University hat möglicherweise die zugrunde liegende Ursache sowie vielversprechende Methoden zur Behandlung der Krankheit gefunden.

Die in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Arbeit hat Autoimmunreaktionen mit einem Darmbakterium namens Enterococcus gallinarum in Verbindung gebracht. Eine Autoimmunreaktion könne ausgelöst werden, wenn das Bakterium spontan aus dem Darm in andere Körperorgane wie Milz, Leber und Lymphknoten wandert.

Eine Autoimmunerkrankung ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, die durch die eigenen Immunzellen einer Person verursacht wird. Diese glaubt fälschlicherweise, dass der Körper bedroht ist, und reagiert darauf mit einem Angriff auf gesundes Gewebe. Lupus, rheumatoide Arthritis und Hashimoto-Thyreoiditis sind nur drei von über hundert Erkrankungen, die in diese Kategorie passen. Jetzt können sie in die lange Liste der Krankheiten aufgenommen werden, die mit der Gesundheit von Darmbakterien zusammenhängen.

Während der Studie entwickelten die Forscher gentechnisch veränderte Mäuse, die anfällig für Autoimmunerkrankungen sind. Anschließend analysierten sie die Darmbakterien, um diejenigen zu identifizieren, die Entzündungen verursachten oder an der Produktion von Antikörpern beteiligt waren, von denen bekannt ist, dass sie Autoimmunreaktionen fördern. Schuld daran war Enterococcus gallinarum.

Die Ergebnisse wurden bestätigt, als sie kultivierte Leberzellen gesunder Menschen mit denen von Menschen mit einer Autoimmunerkrankung verglichen und in letzterer Gruppe Spuren von Enterococcus gallinarum fanden.

Aufregenderweise konnten sie nicht nur die Quelle identifizieren, sondern auch wirksame Methoden zur Reduzierung von Autoimmunsymptomen entwickeln. Durch den Einsatz von Antibiotika oder eines Impfstoffs dämpften die Forscher die Symptome, indem sie das Wachstum von Enterococcus gallinarum unterdrückten. Es besteht die Hoffnung, dass diese Forschung zu erfolgreichen Behandlungsoptionen für bestimmte Autoimmunerkrankungen, einschließlich Autoimmunlebererkrankungen und systemischem Lupus, ausgebaut werden kann.

„Der Impfstoff gegen E. gallinarum war ein spezifischer Ansatz, da Impfungen gegen andere von uns untersuchte Bakterien Mortalität und Autoimmunität nicht verhinderten“, erklärte Martin Kriegel, leitender Autor, in einer Stellungnahme. „Der Impfstoff wurde durch Injektion in die Muskeln verabreicht, um zu vermeiden, dass andere Bakterien, die sich im Darm befinden, angegriffen werden.

„Die Behandlung mit einem Antibiotikum und andere Ansätze wie die Impfung sind vielversprechende Möglichkeiten, um das Leben von Patienten mit Autoimmunerkrankungen zu verbessern.“